Dr. med. Florian Brückner

Sportmedizin, Chirotherapie, Naturheilverfahren

Metabolisches Syndrom

Das Metabolische Syndrom ist ein überwiegend auf Lebensstil und Ernährung begründetes Problem der westlichen Gesellschaften. Bei der Diagnose fließen folgende Kriterien ein:

  • Taillenumfang > 102cm bei Männern und > 88cm bei Frauen
  • Nüchternblutzuckerwert > 110mg/dl
  • Freie Fettsäuren im Blut (Triglyceride) > 150mg/dl
  • Cholesterinwert (HDL) < 40 bei Männern und < 50 bei Frauen
  • Blutdruck > 135/85 mm Hg

Der Bauchumfang ist ein Marker für das innere Bauchfett, welches wegen seiner Freisetzung sogenannter stiller Entzündungsfaktoren besonders gefährlich ist. Allein ein erhöhter Bauchumfang vervierfacht Ihr Herzinfarktrisiko.
Sind Taillenumfang und zwei der übrigen vier erhobenen Werte auffällig, so spricht man von einem Metabolischen Syndrom. Dies hat in der Medizin folgende Bedeutung. Klinische Studien und langjährigen Verlaufsbeobachtungen haben gezeigt, dass Patienten mit Metabolischem Syndrom im Laufe der Jahre ein hohes Risiko haben einen Diabetes mellitus (Blutzuckererkrankung), Dyslipidämie (Fettstoffwechselerkrankung), eine Artherosklerose (Gefäßverkalkung) bzw. eine Bluthochdruckerkrankung zu entwickeln. Daraus ergibt sich wiederum langfristig ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Herzkranzgefäßerkrankung bzw. eines Schlaganfalles.

Was können Sie dagegen tun?

Das Metabolische Syndrom ist eine Erkrankung der westlichen Gesellschaft, in Naturvölkern ist es nicht bekannt. Eine medikamentöse Therapie behandelt nur die Symptome ohne die Ursache zu lösen. Vor allem Sie als Patientin/Patient haben die Chance über eine Veränderung Ihrer Lebensweise, speziell Ihrer Ernährung und Ihres Bewegungsverhaltens eine Verbesserung der auffälligen Untersuchungsbefunde zu erreichen. Sie können damit Ihr gesundheitliches Risiko und die Gefahr von Folgeerkrankungen verringern. Dies sichert Ihnen eine höhere Lebensqualität und vor allem Unabhängigkeit von fremder Hilfe im Alter.

Messen Sie Ihren Bauchumfang oder bitten Sie bei Ihrem Praxisbesuch darum. Falls Sie die oben genannten Werte überschreiten sollten Sie auf jeden fall die übrigen Risikofaktoren abklären lassen.